von Lisa und Jonny

Lisa: Und wieder einmal stehe ich an einer Startlinie und frage mich, warum ich sowas eigentlich immer mache... aber mal von vorne. Vor einigen Monaten kam Jonny mit einer neuen Idee um die Ecke: dem STYREKX. Was ist das? Ja das habe ich mich dann auch gefragt... ich habe auf diese Frage später immer mit „die niederländische Version vom HYROX“ geantwortet. 10 Kraft-Ausdauerübungen, die immer wieder durch einen 800-Meter-Lauf getrennt sind. 

1. 1000m Ruder-Ergometer

2. 40m Schlittenschieben (Frauen 104kg, Männer 154kg)

3. 1000m Ski-Ergometer

4. Sandbag Lunges (Frauen 15kg, Männer 25kg)

5. 60m Load Crawl (Frauen mit jeweils 10kg-Hanteln in den Händen, Männer 15kg)

6. 40m Schlittenziehen (Frauen 80kg, Männer 105kg)

7. Farmers Carry (in jeder Hand einen Kettelball mit jeweils 18kg für Frauen und Männer 26kg)

8. 80x Wallballs (Frauen 4kg, Männer 6kg)

9. 60m Burpee Broad Jumps

10. Strength Erg (Frauen 1000kg, Männer 1500kg)

Soweit der Plan. Wir kamen also am 28.03. Gut gelaunt in Gorinchem an. Eine riesige Eventhalle aus der die Bässe schallen und der DJ anständig Stimmung macht.

Erst mal galt es Stephan zu finden, der schon mit seiner ganzen Familie am Warten war. Nach der Vereinigung gingen wir erst mal auf Erkundungstour. Es waren ja schon etliche Athleten in Aktion. Die Zeit ging so schnell rum, dass die Jungs sich schon bald umziehen mussten um sich aufzuwärmen und an den Start zu gehen. Es gab regelmäßige Startwellen, so dass man nie das Gefühl hatte, dass man alleine auf der Strecke läuft.

Um 10:40 Uhr durften Jonny und Stephan loslegen, nach dem man von der Musik, Pyrotechnik und einem Ansager in die Richtige Stimmung gebracht wurde. Man konnte als Zuschauer die Athleten sehr gut begleiten. An jeder Station konnte man sich hinstellen und anfeuern. Die beiden kamen sichtlich außer Atem ins Ziel. Das machte mir wenig Mut 😅. Aber aussteigen ging ja nun auch nicht mehr. Zum Glück hatte ich fast zwei Stunden Zeit mir alle genau anzusehen und mir schon zurecht zu legen, wie ich effektiv durch den Parcours komme. Um 13:20 Uhr durfte ich dann auch nach der gleichen Motivationsrede losgallopieren. Für mich lief es optimal! Ich kam gut durch die Stationen und habe es immer geschafft durchzulaufen. Alle Mädels die beim Start losgesprintet sind konnte ich nach und nach einholen. Angefeuert von Jonny absolvierte ich die letzten 2 Laufrunden nahezu Sprint. Ein wunderbares Gefühl ins Ziel zu laufen. Die Anmeldung für November in Amsterdam steht schon...STYREKX wird uns noch ein paar Mal wieder sehen. 😅

Jonny: „PUSH PUSH POWER!“ Solche und ähnliche Schlachtrufe des Manns mit dem Mikrofon machten schon gleich beim Betreten der Halle klar, was hier abgehen wird. Und es wurde gepusht!

Auf dieses Event bin ich übrigens nur durch die Werbung von Strong Viking gekommen, die eben eine Gegenveranstaltung zum HYROX ins Leben gerufen haben, welche sogar etwas günstiger ist (noch). Obwohl diese Eventserie also letztes Jahr zum ersten Mal stattfand, war alles unglaublich gut, nahezu perfekt, organisiert. Es gab eine Aufwärmzone mit fast jeder Station die einen im Rennen erwartete, Garderobe, Umkleide und vieles mehr. So konnte man sich ohne Hektik und Stress oder Anstellen an viel zu langen Schlangen „die Arena“ in Ruhe anschauen und sich mental auf das Rennen vorbereiten.

Und dann gings los: Stephan und ich starteten gemeinsam mit 30 anderen und schnell war klar, dass wir Triathleten zumindest beim Laufen im Vorteil waren. Dass die Faustregel „Nur Masse bewegt Masse“ dafür bei einigen Stationen greift, erfuhren wir noch früh genug. Nach jeder absolvierten Station kam man am Versorgungstisch mit Wasser oder einer Elektrolytmische vorbei – gut so, denn das wir am Ende um die 1:40h brauchen, hatte ich ursprünglich etwas kürzer kalkuliert.

Toll war, dass die Zuschauer bei fast jeder Station direkt dabei sein konnten und so haben wir stets Lisa und Stephans Familie in der Nähe gehabt – das war super für die Motivation. Doch auch der Fakt, dass Stephan und ich immer ziemlich gleich auf waren und uns regelmäßig gegenseitig die Führung abluchsten weckte unseren Ehrgeiz. Bei so mancher Station waren wir direkt nebeneinander und so machte das Ganze noch mehr Spaß.

Auch bei der finalen Station fand ich mich neben Stephan wieder, der sich schon etwas Vorsprung erarbeitet hatte. Wir riefen uns gegenseitig unsere Zwischenstände zu und pushten uns so gegenseitig durch die letzten Minuten. Angefeuert von unseren Begleitungen war das nochmal der Showdown, den Stephan am Ende zuerst beenden konnte. Was für ein Rennen!

Das reizvolle hier war definitiv die Abwechslung im Rennen: es ging hier nicht nur ums reine Laufen. In der Vorbereitung habe ich mir Strategien und Pläne überlegt oder auch so manchen HYROX-Tipp mitgenommen um effizient durch die Stationen zu kommen. Das war auch gut so, denn man hätte sich bei dem Rennen sonst auch ziemlich ausschießen können (lt. Uhr habe ich dort z.B. einen neuen Maximalpuls erreicht). Allerdings gab es auch einige Learnings und die wollen mitgenommen werden fürs nächste Mal in Amsterdam.