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von Lisa
,,Phänomenal“, ,,Ein kleiner Vorgeschmack auf folgende Laufwettkämpfe bei sommerlichen Temperaturen“ , ,,Gelungene Laufshirtpremiere", das bekam ich als Antwort, als ich vorab mal gefragt habe, wie die anderen TSVler den Hachelauf kurz und bündig beschreiben würden….
Meine Stichworte vorab wären gewesen: absolut kein Bock. …Samstag 11.05.2024 17:30 Uhr….die Stimmung bei mir ist trotz des strahlenden Sonnenscheins nicht die Beste.
Ich hatte noch gearbeitet und wäre liebend gern auf unserer sonnigen Terrasse liegen geblieben ohne jegliche körperliche Anstrengung. Da mir aber auch keine triftige Ausrede eingefallen ist und Jonny voller Begeisterung war, bin ich doch mitgekommen.
Überraschend musste ich feststellen, dass der ,,kleine Dorflauf“, wie ich ihn schon in meinem Kopf genannt habe, erstaunlich groß aufgezogen war. Viele Zuschauer, viele Läufer und man hörte sogar Mikrofonansagen.
Schlagartig war die Laune wieder im oberen Bereich und das vertraute Kribbeln kurz vor einem Wettkampf stellte sich so langsam ein. Es war auch echt schön, dass der TSV mit 10 Leuten vertreten war. Spätestens bei der Begrüßung und dem Zusammentrommeln für ein Gruppenfoto mit unseren funkelniegelnagelneuen Vereinsshirts war die Stimmung bei 10 von 10 Punkten.
Jan-Ole und Carsten hatten es schon hinter sich mit ihren 5 km. Wir anderen 8 (Andreas, Anton, Erik, Henni, Jonny, Kerstin, Silvia…und ich ) hatten uns vorgenommen, die 10 km zu packen.
Die warmen Temperaturen wurden von einigen mit ein wenig Sorge betrachtet , da teilweise böse Erinnerungen an den Martfelder Mühlenlauf geweckt wurden. Was mich anging, war ich der festen Überzeugung nicht gerade den Lauf meines Lebens vor mir zu haben. Ich fühlte mich bei weitem nicht in Bestform und hatte auch in dem Moment nicht den Ehrgeiz etwas daran zu ändern. Mit diesen Gedanken im Kopf ging ich mit den anderen an die Startlinie. Es war doch recht voll, aber das wurde uns schon von den 5km - Startern im Voraus gesagt. Mein Plan war deswegen, nicht ganz so weit hinten zu starten, um nicht unnötig ausgebremst zu werden. Kerstin hatte diesen Plan wohl auch, da ich ihren Kopf fast ganz vorne ausmachen konnte. 
Tief in meine Gedanken versunken, erschreckte mich der Startschuss doch etwas, aber immerhin kam die ganze Meute dann in Bewegung. 4x sollten wir die 2,5km Runde ablaufen. Eine schöne Strecke. Ich bin eigentlich kein Fan davon, eine Strecke so oft abzulaufen, aber sie war echt abwechslungsreich: Beginnend in der Einkaufsmeile, weiter durch einen kleinen Park, an der Hache entlang und wieder zurück in die „Innenstadt“ . Damit vergingen die 4 Runden wie im Flug und ich merkte, dass es mir gar nicht schwer fiel, immer mehr Läufer zu überholen. Das Publikum war super. Egal, wo man langgelaufen ist, man war nie allein, wurde super angefeuert und ich konnte sogar einige High-Fives an jubelnde Kinder verteilen.
Viel zu schnell war ich schon auf dem Weg zum Ziel und bemühte mich noch einen guten Endspurt hinzulegen. Anscheinend ist es mir geglückt, denn als ich auf die Uhr sah, stellte ich fest, dass ich doch tatsächlich meine Bestzeit von 48 Minuten und 31 Sekunden gelaufen bin. Wie konnte das nur passieren? Die Umstände haben überhaupt nicht gepasst. Darüber dachte ich nach, als ich mit den anderen auf dem Weg zur Siegerehrung war.
Die Stimmung war super unter uns. Alle schienen mit sich zufrieden und es war eine wunderbare Atmosphäre mit viel Gelächter. Die Siegerehrung begann und mir kam kurz der Gedanke, dass ich es vielleicht sogar unter die ersten drei Frauen geschafft haben könnte… hab ich nicht. Ich war die 4. Frau. Damit war meine Konzentration auch nicht mehr auf den weiteren Verlauf gerichtet. Ich überlegte gerade, wann wir wohl wieder zu Hause sein würden und quatschte fröhlich mit den anderen, als ich auf einmal meinen Namen aus dem Mikrofon schallen hörte. Krampfhaft versuchte ich mich zu erinnern, was zuvor gesagt wurde und wofür ich jetzt die strahlenden Blicke und die Glückwunschbekundungen bekam.
Dass es für den 2. Platz war habe ich wohl noch mitbekommen. Lächelnd nahm ich die Urkunde entgegen und hoffte, dass ich einen guten Eindruck machte. Zurück bei den anderen stellte ich natürlich gleich die Frage, wofür ich denn jetzt den 2. Platz gemacht habe.
Dann die Überraschung: 2. Platz der Kreismeisterschaften der Kreis-Leichtathletik-Verbände Diepholz und Nienburg.
Unglaublich! Und das, obwohl es so schlecht für mich losging. Ich erinnerte mich dunkel, dass Kerstin irgendwas vor dem Lauf gesagt hatte von wegen Kreismeisterschaften und so, aber ich hatte dem keine Bedeutung beigemessen. Doch damit nicht genug, die Nominierungen gingen weiter.
In der Gruppenwertung für die Kreismeisterschaften hatten wir Schwarmer Frauen sogar Platz 1 gemacht. Meine Zeit mit 48:31, Kerstin mit 49:08 und Silvia mit Punkt 57 Minuten. Zusammengenommen also eine Zeit von 2 Stunden, 34 Minuten und 39 Sekunden.
Auch unsere Männer haben ordentlich abgeräumt. Jonny mit 45:58 , Hendrik mit 47:17 und Anton mit 52:21 haben zusammen den 3. Platz in der Männergruppenwertung gemacht. Auch in der Altersklassenwertung haben wir spitzenmäßig abgeschnitten: Ich, als 2. in meiner Altersklasse, Kerstin, als 1. ihrer Altersklasse, Silvia die 6., genauso wie Hendrik der 6. seiner Altersklasse war. Jonny der 4. und Anton der 2.
So ging ein mehr als erfolgreicher Tag langsam zu Ende. Übrigens haben Carsten und Jan-Ole auch eine super Zeit für ihre 5 km erlaufen: Carsten 25:24 und Ole 25:47.
Zum Schluss sind noch die Handballerfrauen zu erwähnen, sie sind alle unter 30 Minuten gelaufen. Kira 26:22, Melina 27:46, Claudine 27:49 und Mara mit 28:21.
Mögen noch viele weitere Wettkämpfe wie dieser folgen.

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von Christof
Der I-Run Achim ist immer Programm für uns, obwohl diesmal nur Thorsten, Anton und ich den Termin zum 10. Lauf dieser Veranstaltung wahrnehmen konnten.
Bei angenehmen Temperaturen gingen Thorsten und ich auf die 2 Runden der 5 km Strecke. Es herrschte eine tolle Stimmung, alle Läufer wurden angefeuert und beim Zieleinlauf gefeiert.
Mit den Zeiten waren wir sehr zufrieden, Thorsten wurde in seiner AK 45 Erster mit 18:24 Min, bei mir blieb die Zeit bei 23:52 Min stehen ( 1. AK 65 ).
Anton startete beim 10-KM-Lauf, lief die 4 Runden in einer tollen Zeit von 51:37 Min und wurde ebenfalls AK-Sieger ( 70 ).
Wir freuen uns auf den 11. I-Run im nächsten Jahr in Achim
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von Thorsten
Laufend von Wernigerode nach Nordhausen; 54 km; 1.200 Höhenmeter
Ein geiles Wetter! Morgens schon der strahlenden Sonne entgegengefahren. Tagsüber sommerlich warme Temperaturen. Blauer Himmel. Die schönste Laufstrecke im Harz. Eine perfekt organisierte Veranstaltung. Ach ja, welch ein Luxus. Dankbarkeit.

Ich habe in der Nähe von Göttingen übernachtet. 5 Uhr aufstehen. Haferschleim mit Obst. Getränk mit Magnesium. 6 Uhr Abfahrt. Herrliche Tour durch den Harz, der Tag fängt gut an. 7.30 Uhr Ankunft in Wernigerode. Startnummer abgeholt. Auto geparkt. Langsam die ca. 1,5 km Strecke zum Start gewandert. Jacke ausgezogen. Letzter Schluck Sportgetränk. Dropbag fürs Ziel abgegeben. Nach vorne an die Startlinie gedrängt. Ein paar Lockerungsübungen. 8.30 Uhr Startschuss!
Heute sollte es ein eher lockerer - wenn man bei 54 km Streckenlänge so etwas sagen kann- und vernünftiger Lauf werden. Dennoch habe ich mich vorne eingereiht, weil es gleich nach dem Start in einen Hohlweg geht und sich schmale Singletrails anschließen. Um einen Stau zu umgehen, gab es keine Alternative zu dieser Strategie.

Gleichzeitig sind die Startkilometer auch durch die größte Höhenzunahme des ganzen Laufes gekennzeichnet. Wir mussten ja erstmal vom Rand des Harzes hinauf. Der Puls stieg gleich extrem hoch – aber das war klar. Jetzt wollte ich versuchen mitzuhalten, um dann aber bewusst einen Gang runter zu schalten. Was diesmal etwas anders war – das Niveau der vorderen Läufer war sehr hoch und so wurde ich dann doch mehr zum Tempomachen „verführt“ als ich wollte. Wie das bei Ultraläufen so ist – am Anfang fühlt man sich gut. Ich habe es auch noch genossen und bin „locker“ mitgerannt. Nach 7,5 km wollte ich bewusst runterschalten. Habe ich auch gemacht. Jedoch wurde dann auch die ganze Laufgruppe in der ich mich gerade befand, langsamer –so, als wäre das abgesprochen, dass wir zusammen Laufen. Ganz langsam wurden die anderen dann wieder schneller, was allerdings zur Folge hatte, dass ich mich wieder mitziehen lies. Schwupp, hatte ich wieder die gleiche Pace wie vor dem Runterschalten. Und so lief ich dann doch noch lächelnd ein paar Kilometer das Tempo mit. Irgendwann habe ich dann aber doch den „Absprung“ geschafft. Etwas zu spät, wie sich am Ende oder zwischendurch zeigen sollte, aber egal.
Als es dann im letzten Drittel des Laufes doch ziemlich hart wurde, muss ich zumindest schmunzeln, denn ich wusste ganz genau woran es lag.
Ab Kilometer 30 bekam ich in beiden Waden starke Muskelkrämpfe, damit hatte ich bisher wenig Probleme gehabt. Salztabletten und Magnesium hatte ich griffbereit. Dennoch zogen sich die Krämpfe weitere 5 km lang hin. Dann wurde es besser. Jetzt kam mit dem Poppenberg der zweite lange und steile Anstieg des Rennens. Naja – es waren bei mir mehr Gehpassagen dabei, als es sein sollten.
Zum Ende des Rennens konnte ich aber nochmals etwas zulegen. Dennoch war ich sehr froh im Ziel zu sein. Es war kein perfektes Rennen und die Zeit war langsamer als gedacht, dennoch war ich sehr zufrieden. Trotz der Strapazen habe ich den ganzen Lauf genossen. Habe mich über die schöne Landschaft, die warmen Temperaturen und die Sonne gefreut.

Nach dem Duschen ging es mit dem Shuttelbus zurück nach Wernigerode. In meinem Auto hatte ich mir einen Schlafplatz für die Rückfahrt in den Norden vorbereitet – den brauchte ich aber gar nicht. Die freudige Zufriedenheit war größer als die Müdigkeit. Abends dann aber doch früh ins bequeme Bett. Ein erfüllter Tag!
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von Kerstin
Mit einem „Großaufgebot“ von AthletInnen waren wir beim diesjährigen Martfelder Mühlenlauf vertreten:
insgesamt gingen 17 Personen auf die verschiedenen Strecken, so dass wir am Ende den Pokal (siehe Foto) für die teilnehmerstärkste Gruppe mit nach Hause nehmen durften!
Der HVV hatte wieder einmal alles bestens vorbereitet, das tolle Sommerwetter (das zum Laufen fast schon „zu schön“ war) und die Atmosphäre rund um die Fehsenfeld’sche Mühle boten einen perfekten Rahmen für einen gemeinsamen „Saisonauftakt“, bei dem auch viele unserer neuen „Gesichter“ im neuen Outfit unterwegs waren.

Nicht auf dem Bild: Christian Meyer, 5km (mit Baby-Jogger), 27:19 und Carolin Williges, 1km, 04:09 – => alle Ergebnisse
Neben den Aktiven, waren auch einige Spartenmitglieder „hinter den Kulissen“ tätig:
so war Thorsten in die Streckenplanung/-führung involviert und als Führungsläufer bei den Bambinis, was sehr niedlich war!
Birger, Jörg und Martin hatten die Zeitnahme voll im Griff und Anke & Christof unterstützen bei den Anmeldungen – und Anton durfte als HVV-Vorsitzender erstmal seit langen Jahren wieder selbst auf die Strecke gehen!
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von Sivia & Kerstin
Am vergangenen Dienstag, 23.04., stand wieder einmal der „B2Run“ in Bremen auf dem Programm: in diesem Jahr mit 8700 Teilnehmern aus 400 Unternehmen: und mittendrin im Getümmel waren Silvia und Kerstin (samt KollegInnen)!
Die rund sechs Kilometer lange Strecke (6,3 km ganz genau) startete im Außenbereich des Weserstadions und verlief dann an der Weser entlang bis zum Weserwehr und dann entlang des Osterdeichs und durch das Kleingartenviertel der Pauliner Marsch zurück, mit Zieleinlauf im Stadion. Die Streckenführung ist eher verwinkelt und nicht gerade Bestzeit-tauglich, aber davon haben wir uns nicht abschrecken lassen, sondern richtig Gas gegeben!
Kerstin: ich hatte mich als „Durchstarter“ angemeldet, was bedeutet, dass man als erstes – quasi vor dem gesamten Feld – auf die Strecke gehen darf, allerdings sollte man dafür auch eine entsprechende Zeit laufen können… als Frau lag das „Zeitlimit“ bei 30 Minuten, die ich mir zutraute. Der Vorteil als „Durchstarter“ ist definitiv, dass das Teilnehmerfeld einigermaßen übersichtlich (& homogen) ist und man relativ ungehindert laufen kann. Meine männlichen Kollegen sausten mir zu Beginn gleich einmal davon, aber damit war ja zu rechnen gewesen – ich lief mein Tempo! Im Bereich des Weserwehrs hatte ich dann wieder Sichtkontakt und kurze Zeit später lief ich mit ein paar Worten der Aufmunterung erst an dem einen und dann an dem nächsten vorbei – und nach 28:31 ins Ziel! Das war eine neue persönliche Bestzeit, die mir den dritten Platz in der Altersklasse und den insgesamt zweiten Platz in der firmeninternen Wertung! Die Schwarmer Farben würdig vertreten! 😊
Silvia:
Meine Kollegen und ich hatten uns allesamt für den Start im großen Pulk angemeldet. Die von Kerstin erwähnte „Durchstarterzeit“ wäre zwar von dem ein oder anderen realisierbar gewesen, aber bei in diesem Jahr nur fünf laufenden gelben Engeln wollten wir zumindest in einer Startgruppe auf die Strecke gehen.
Eingeteilt waren wir glücklicherweise bereits für 18.30h im Startkanal, und kamen dann eine halbe Stunde später alle nah beinander ins Ziel. Bei fünf Läufern natürlich einfacher zu schaffen als bei 130 laufenden Mars-Mitarbeitern…..(Meine Zielzeit: 34:26 Minuten)
Warme Jacken und Pullover übergezogen, ein schnelles Belohnungs-Erdinger eingesammelt und flott zu Fuß zurück zum ADAC. Noch genau rechtzeitig, bevor der nicht gerade wenige Regen einsetzte.
Durch die Überschneidung von Kerstins und meinem Lauf mussten wir das gemeinsame ADAC/Mars-Bild in diesem Jahr beim Athletiktraining „nachstellen“. Anstatt Weserstatdion nun die Schwarmer Turnhalle als Hintergrund. Nächstes Jahr schmuggele ich mich unter die Durchstarter, dann klappt es auch wieder mit dem Bild am Tag des b2runs in Bremen ;-)

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von Silvia


Kurz nach 13 Uhr standen wir fünf nun also mit immerhin noch 4023 anderen Läufern vorm Rathaus an der Startlinie, eingeteilt in Blöcken anhand unserer gemeldeten Zielzeiten. Nachdem wir uns frühzeitig bei unseren Hannover-Planungen gegen den Staffelstart über die Marathondistanz entschieden hatten, hieß es nun für jeden von uns: 10km als Einzelläufer.

Bei Sonnenschein und ordentlich frischem Wind ging es ein Stück durch Mitte, entlang des Maschsees bis zum Südufer von diesem, weiter durch die Südstadt und über die Innenstadt mit den Fußgängerzonen auf zum Endspurt, dem Zieleinlauf vorm Hannoveraner Rathaus.
Ich wiederhole mich gerne nochmals: eine unglaublich tolle Stimmung entlang des Rundkurses und rund ums Rathaus. Die ganze Veranstaltung war professionell-perfekt organisiert, von der Ausgabe der Startunterlagen bis zum Umhängen der Medaille durch Kinder im Zielbereich.
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von Kerstin
Der Tag startete klar und kühl, mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein… und sehr zu meiner Überraschung auch mit etwas Schnee, der „plötzlich“ ab Oyle auf den Feldern zu sehen war!? Anscheinend hatte es auf dieser Seite der Weser gestern noch Niederschlag gegeben… und anscheinend nicht zu knapp, wie sich später rausstellen sollte!

Christof stand um 10:00 h für den 5 Kilometer-Lauf an der Startlinie, 5 Minuten später ging es für Anton, Martin und mich auf die 10 km-Schleife.
Fauxpas bereits kurz nach Beginn: einer der Helfenden hatte anscheinend nicht genau zugehört und ließ uns bereits nach einer „Stadionrunde“ auf die eigentliche Strecke abbiegen, obwohl wir 2 Runden hätten drehen sollen… sei’s drum – für alle gleich, nur dass es am Ende dann nicht ganz 10 km waren.
Die Herausforderungen begannen direkt nach dem Verlassen der Laufbahn: der Schnee und Regen der vergangenen Tage hatte die unbefestigten Wege zum Teil erheblich aufgeweicht, so dass man jeden Schritt mit Bedacht machen musste, um nicht wegzurutschen, und teilweise erstreckten sich ausgiebige Pfützen über (fast) die gesamte Breite der Wege, so dass auch ein wenig „zick-zack-Laufen“ angesagt war. Alles in allem kamen wir Alle aber recht gut damit zurecht und lieferten solide Leistungen ab.
Christof beendet seinen 5-km-Lauf als Sieger seiner Altersklasse, bei den 10 km kamen wir in der Reihenfolge Kerstin, Martin, Anton ins Ziel – alle waren mit ihren Leistungen und Zeiten sehr zufrieden; insbesondere Anton, Christof und Martin, die seit längerem keine Wettkämpfe mehr bestritten hatten - ein Comeback, auf das sich aufbauen lässt!
Die Zeit bis zur Siegerehrung wurde mit Kaffee und Bratwurst „überbrückt“, bevor es wieder nach Hause ging!
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von Stephan
Anfang des Jahres blätterte ich voller Vorfreude im NLV Laufkalender 2024 und suchte für mich nach einer interessanten Laufveranstaltung. Da stach mir direkt der Werderseelauf ins Auge. Im Hinterkopf hatte ich Thorstens positiven Bericht vom letzten Jahr. Aus einer Vielfalt von Distanzangeboten habe ich mich für 33,33 Km entschieden, aufgeteilt in 4 Runden a´ 8,33 Km.
Ich fühlte mich für die Distanz gut vorbereitet, aber der Start war auf einmal in Gefahr: zwei Tage vor dem Wettkampf lag ich mit einem Infekt flach, aber zum Glück war auch so schnell wieder weg, wie er gekommen war!
Zum Wettkampf: Das Wetter hätte besser nicht sein können, einfach nur herrlich wie die Sonne sich im Wasser spiegelte. Als Ziel hatte ich mir vorgenommen, unter 3:10 Stunden zu laufen. War das jetzt noch möglich nach dem Infekt? Um 10 Uhr fiel der Startschuss für die 33,33 Km. Im Vorfeld hatte ich mir vorgenommen einen Negativ-Split zu laufen: langsam anfangen und hinten raus noch mal etwas schneller werden. Die 1. Runde erstmal reinkommen, Rhythmus finden mit dem Wissen meine Familie am Ende der Runde zu sehen. Tatsächlich konnte ich mein Tempo leicht steigern und ich befand mich relativ schnell im „Runner´s High“. Anfang der 3. Runde hat mich Kerstin entdeckt (die Werbung für den Kleeblattlauf machte) und feuerte mich ordentlich an. Das gab auch nochmal einen Push. Allerdings hatte ich die letzte Runde völlig unterschätzt. Hier war es jetzt nicht nur körperlich, sondern auch kopftechnisch schwer. Ich sagte mir die letzten Kilometer „wehe du fängst jetzt an zu gehen!“ Nach einer schweren letzten Runde kam ich dennoch nach 3:06 Stunden glücklich im Ziel an.
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Bei der 40. Auflage des Wasa-Laufs in Celle waren wir gleich zu Fünft vertreten: Silvia und Kerstin über 10km und Lisa, Jonny und Thorsten über 20km – und alle haben ihre Sicht der Dinge zusammengefasst, deshalb gibt es nachstehend ausführliche Ein- & Ausblicke! 😉
Silvia
Als Vorbereitung auf die 10km beim Hannover-Marathon (14.04.2024) mit meinen Arbeitskollegen, hatte ich mir den Oldenburger Lauf am 10.03.2024 als Generalprobe im Kalender notiert. Mein mitlaufender Kollege war relativ kurzfristig verhindert, aber ich wollte nicht von meinem Zwischenziel abrücken, einen 10er in der Vorbereitung zu laufen. Ein Plan B musste her, der sich in Form von Kerstin und Thorsten auftat, die als Wiederholungstäter in Celle an den Start gehen wollten. Kurzerhand umentschieden, statt OL nun CE, die beiden am Sonntag morgens eingesammelt und zu dritt auf zu meinem Zwischenziel. Nervosität und Aufregung war bei mir ausreichend vorhanden, es konnte nur besser werden! Kerstins und mein Lauf über die 10km startete zum Glück bereits um 12.05h, inmitten der wunderschönen Altstadt von Celle. Der zweimal zu bewältigende 5km-Rundkurs führte durch die alte und teilweise kopfsteingepflasterte Fußgängerzone, an menschengesäumten Cafés vorbei, durch den Schlosspark, am Neuen Rathaus entlang und zurück durch die Innenstadt. Es war unglaublich, was für eine tolle Stimmung entlang der Strecke herrschte, wie viele „Celler“ und Mitgereiste uns Läufer anfeuerten. Durch eine Sambaband, eine Frauengruppe, die unermüdlich Pompons zu lauter Musik schwenkte, musikalische Unterstützung aus Musikboxen entlang der Laufstrecke, von Balkonen und aus Lokalitäten – über mangelnde Stimmung kann man sich bei diesem Lauf nicht beschweren! Zu Anfang musste ich mich auf dem ersten Kilometer aus dem Gewusel der über 1000 Starter über die 10km herauskämpfen, aber dann kam ich in einen entspannten Laufrhythmus. Ich beschloss, fortan nicht mehr auf die Uhr zu schauen, sondern nach Gefühl zu laufen. Eine gute Entscheidung, denn am Ende hat es sogar noch für einen Endspurt auf der Zielgeraden gereicht! Nach 00:59:20 bin ich bei meinem ersten „10er“ überglücklich durch den „Wasa“-Torbogen ins Ziel gerannt. Mein Fazit: Spontan richtig gehandelt, diesen Wettkampf für die Vorbereitung zu nutzen, denn ich gehe gestärkt und optimistisch aus ihm hervor. Meine Zeit birgt noch Potential - die restlichen vier Wochen nutze ich fürs Lauftraining. Auf geht es nach Hannover!
Lisa
„Hey Jonny, ich bin beim Wasa-Lauf für 20km angemeldet…“ Mehr Überzeugungskraft von einem alten Laufkumpel brauchte es nicht, um Jonny ebenfalls zu einer Anmeldung zu motivieren. Tja, und da ich (Lisa) manchmal nicht groß nachdenke und oft gleich zustimme, wenn man es nur mit genügend Begeisterung erzählt, war ich zwei Minuten später ebenfalls angemeldet. Erstaunlicherweise war es erst unsere zweite Teilnahme, obwohl wir ja sogar aus Celle kommen. Umso toller fanden wir, dass auch Thorsten mit uns die 20km in Angriff nimmt und Kerstin mit Silvia über die 10km starten würden. Der TSV Schwarme war also gut vertreten. Trockenes Wetter, sonnige Abschnitte, viele Zuschauer und ordentlich Vorfreude – super Voraussetzungen für ein tollen Lauf. Bevor wir an den Start gingen, hatten wir noch Zeit, Kerstin beim Zieleinlauf anzufeuern. Mit Thorsten posierten wir im Starterfeld noch für ein paar Fotos und Silvia spendierte uns einen wertvollen Schluck Wasser für die vor Aufregung trockene Kehle. Es konnte losgehen… gerade eben wurden noch 2 ½ Minuten angesagt und aus heiterem Himmel fiel wenig später ohne Countdown der Startschuss. Nicht nur wir schienen vom abrupten Start verwirrt – sei’s drum, man wusste was nun zu tun war. Die ersten Meter waren etwas wuselig und man musste sich durch die Masse nach vorne arbeiten. Thorsten ward übrigens nicht mehr gesehen, wahrscheinlich war er nicht nur schneller, sondern auch cleverer als wir und hat sich weiter vorne und damit deutlich besser platziert. Erst nach einem Kilometer entzerrte sich das Ganze und wir begannen den Lauf durch die alte Heimat in vollen Zügen zu genießen. Motivierende Zuschauer, Cheerleader und ein Trommelverein sorgten für Stimmung auf den 4 Runden durch die wunderschöne Celler Altstadt. Vor 5 Jahren fand ich (Lisa) es ätzend 4-mal dieselbe Runde laufen zu müssen. Mit diesem negativen Bild bin ich auch gestartet. Komischerweise hat es mir dieses Mal gar nichts ausgemacht. Die Zeit verging so schnell, dass ich überrascht war, als meine letzte Runde begann. Überraschender war nur noch der rasende Thorsten, der mich doch tatsächlich überrundete und trotzdem noch genug Atem hatte, um mich anzufeuern. Beim Zieleinlauf habe ich solche Anfeuerungen auch von Jonny erwartet. Doch gemäß altem Muster rechnete er noch nicht mein Eintreffen und ich konnte meine Euphorie über eine persönliche Bestzeit erst später mit ihm teilen.
Jonny
Heute ging es nicht um die Strecke, sondern um die Zeit. Mit einem Masterplan, wann ich wie schnell bin, stand eine persönliche Bestzeit als Ziel fest. In einem zwar nicht mehr ganz komfortablen Tempo, welches aber noch außerhalb des roten Bereichs lag, zog ich meine Bahnen/Runden. Direkten Windschatten von „Vorläufern“ ausnutzen, Ideallinie laufen, minimale Höhenmeter beachten und aufs Körpergefühl hören – darauf lag mein Fokus. Und so kam ich mit einem sauberen Endspurt im Ziel an. Ich schlenderte zu Lisas Opa, um mich zurückzumelden, sah auf die Uhr und erwartete Lisa frühestens in 20 Minuten im Ziel: genug Zeit um bei Freunden im Publikum meinen Pulli und ein frisches T-Shirt abzuholen. Ich genoss frische Kleidung, das alkoholfreie Radler und das Gefühl von guter Zeiteinteilung – also gemütlich zurück zu Opa, der mich mit der Aussage überraschte, dass Lisa gerade eben ins Ziel gelaufen ist. Das war doch viel zu früh! Schon wieder! Jedes Mal will ich Ihren Zieleinlauf mit dem Handy dokumentieren und sie anfeuern. Doch auch dieses Mal war sie entgegen unserer beider Erwartung viel früher fertig als gedacht.
Unser Fazit: Niedrige Anmeldegebühr, viele Zuschauer, abgesehen vom Kopfsteinpflaster eine schöne Laufstrecke und eine tolle Gesamtatmosphäre führen wohl dazu, dass wir uns auch nächstes Jahr wieder anmelden.
Thorsten
Schön entspannt als Beifahrer und in netter Begleitung angereist. Die Sonnenstrahlen erhellten
zusätzlich das Gemüt, die Daunenjacke sorgt für wohlige Wärme. Die letzte Trainingswoche war sehr zäh, wenig kraftvoll. Heute wollte ich eher ruhiger starten. 13 Uhr: Warmlaufen, Sportgetränk, Energiegel. Timos Hinweis beim Warmlaufen war diesem Ziel nicht förderlich: „Wenn einer vor mir ist bleib ich dran, bevor ich bei dem kalten Wind alleine laufe“. 13.15 Uhr Start: Flott ging es los. Ich bin gut ins Laufen gekommen. Guter Rhythmus. Schnelle Arme, schnelle Beine. Sehr fokussiert. Konzentration auf eine hohe Trittfrequenz und einen lockeren Schritt. Vorne kurz (Fuß unter dem Körperschwerpunkt), hinten lang (= kraftvoll abstoßen). Das gelang mir gut. Die erste Runde hielt ich gut mit. In der zweiten Runde nahezu identische Pace. Bei einigen Mitstreitern wurde es langsamer. Ich machte Plätze gut. Dritte Runde: weiterhin sehr gutes Gefühl. Wieder die identische Pace. Wieder ein paar Plätze nach vorne geschoben. Letzte Runde: Ich hatte sogar noch Reserven leicht anzuziehen. Das macht Freude. Am Ende stand eine Zeit von 1:18:41 Stunden (= Platz 11); bei 20 km entspricht das einer Pace von 3:56 min / km. Mit diesem guten Ergebnis habe ich heute Morgen noch nicht gerechnet. Glückseliges Gefühl der Zufriedenheit – schön!
Kerstin
Die äußeren Bedingungen und die Stimmung sind ja schon hinreichend beschrieben worden – also hier nur eine kurze Zusammenfassung, wie „mein“ Lauf war: ich hatte mich vermeintlich „weit vorne“ in die Startaufstellung eingereiht, aber auch ich musste auf dem ersten Kilometer erstmal einen ordentlichen „Slalom-Lauf“ absolvieren, um überhaupt einmal mein eigenes Tempo finden und laufen zu können. Die Vorgabe vom Coach war, einfach nach Gefühl zu laufen und NICHT auf die Uhr zu schauen: gesagt, getan – die erste Runde fühlte sich gut an, in der zweiten Runde allerdings machte mir mein Verdauungstrakt mal wieder zu schaffen, so dass ich (ein glücklicherweise vorhandenes) Dixi ansteuern musste, um die verbleibenden Kilometer „unfallfrei“ absolvieren zu können – was dann auch klappte, so dass ich nach 51:14 Minuten als 5. meiner AK und insgesamt 333. Teilnehmende ins Ziel kam. Anschließend habe ich Silvia bei ihrem Zieleinlauf begleitet und mich mit ihr über ihre tolle Zeit gefreut, bevor wir dann gemeinsam die anderen Drei auf die Strecke verabschiedet haben. Auf dem Weg zu und von den Duschen konnten wir Thorsten dann noch an der Strecke anfeuern und schließlich im Ziel begrüßen. Bevor es auf die Heimreise ging, gab es noch einige Schnäppchen am Wasa/Barilla-Zelt: Cracker, Knäckebrot, Pasta und Pesto – das Carboloading für die nächste Wettkämpfe ist sichergestellt!
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von Thorsten
In diesem Jahr fand die zwanzigste Brocken-Challenge statt. Ein Wohltätigkeitslauf über 80 km und 2.000 hm von Göttingen auf den Brocken. Ich war bereits zum vierten Mal dabei. 2018 war die BC mein allererster Ultralauf.
Die äußeren Bedingungen waren gut, die Vorbereitung verlief planmäßig. Gut trainiert, keine Verletzung oder Infekt in der direkten Vorbereitungsphase. Ich kannte die Strecke. War zwei Wochen vorher nochmals Vorort, um ein Teilstück der Strecke als Training zu absolvieren. Drei Tage vor dem Lauf als Vorsichtsmaßnahme noch ein Termin beim Physiotherapeuten; kleine Blockaden gelöst, die Beine und Faszien gelockert.
Ich habe den Lauf sehr akribisch geplant. Genaue Durchlaufzeiten kalkuliert, Verpflegung exakt berechnet, Gepäck auf ein Minimum reduziert. Mit Martin abgestimmt, wann er mir neue Eigenverpflegung anreicht und er mir die Wechselschuhe (von Straße auf Cross) gibt.
Am Vorabend mit leckeren Nudeln die Energiespeicher aufgefüllt. Viel getrunken. Gut geschlafen. Entspannt und gut gefrühstückt (Haferschleim und Kaffee).
Mein Vater hat mich früh morgens zum Startpunkt im Göttinger Wald gebracht. Beim Start um 6 Uhr, milde, fast zweistellige Temperaturen. Ideales Wetter. Ideale Laufbekleidung, leichte Straßenschuhe. Sportgetränkt vor dem Start – und los ging es!
Eine perfekte Vorbereitung! Und ein klares Ziel vor Augen: heute absolviere ich die Strecke in unter 8 Stunden. Ein kraftvoller Schlussanstieg und dann stehe ich um 14 Uhr auf dem Brocken! So der Plan. Sub 8 - ambitioniert, aber im Bereich des Möglichen.
Eine Sache war heute Morgen anders – es fehlte die Anspannung, die Nervosität. Lief alles zu Perfekt? Was sollte jetzt noch schiefgehen?
Der Start war gut. Ich hatte Lust. Bin gut ins Laufen gekommen. Es waren viele gute Läufer dabei. Das Anfangstempo war hoch. Mein Puls: höher als geplant. Die ersten Verpflegungspunkte erreichte ich schneller als vorgesehen – zu schnell? Nein, das passte noch. Ich fühlte mich gut und schnell sollte es heute ja auch werden. Barbis, am Rand des Harzes: Die erste Hälfte, 42 km, bis hierhin überwiegend Wirtschaftswege und viel Asphalt. Ein paar Minuten schneller als geplant. Hier war Martin. Schuhwechsel, Gels und Sportgetränk aufgefüllt. Ich lag an Position 6. Alles scheinbar noch gut. Exakt hatte ich die geplante Anzahl an Gels zu mir genommen und auch genau die anvisierte Menge getrunken.
Doch ein wenig gequält sah ich wohl aus, so Martins Einschätzung. Mein Gesicht: völlig salzverkrustet. Ab Barbis geht‘s in den Harz – bergauf! Die nächsten anspruchsvollen Kilometer kannte ich genau. Noch war ich zuversichtlich hinsichtlich meiner Ausdauer.
Beim Loslaufen war ein Läufer vor mir. Kurz überlegt, ob ich aufschließen soll oder vernünftiger Weise erstmal nur den Abstand halte – jedoch: der Abstand wurde sehr schnell, ungewöhnlich schnell, größer. Ein weiterer Läufer von hinten -zügig an mir vorbei. Ich war deutlich langsamer unterwegs als die Beiden. 10 km, fast nur bergauf.
VP Jagdkopf. Mein Zeitguthaben von Barbis hatte ich aufgebraucht, aber noch passte mein Zeitplan.
Jetzt 10 km wellig, nur moderat bergauf bis zum VP Lausebuche, wo Martin auf mich wartete.
Nochmal flüssig und locker ins Laufen kommen, eine paar Minuten Zeit gut machen, bevor es dann nur noch steil bergan Richtung Brocken geht – so war die Idee! So waren meine Gedanken. Doch das funktionierte leider nicht!
Mind over Body, das ist die Herausforderung bei den Ultradistanzen. Das ist genau das, was mich so fasziniert. Ich habe doch mittlerweile einige Erfahrung, also Zähne zusammenbeißen und kämpfen!
Ich biss die Zähne zusammen – schneller wurde ich nicht. Ich wurde immer langsamer. Erstaunlich klar und abgeklärt, fast emotionslos nahm ich die Situation an: „das wird heute nichts“. Keine Selbstgespräche, kein innerer Monolog.
Das Fazit Stand auf einmal: Der Plan geht nicht auf.
VP Lausebuche: Martin war da. Ich lag „nur“ 10 Minuten hinter meinem Plan. Position 12. Martin sah mich kommen, nur ein paar Meter. Aber mein Laufstil verriet ihm alles. Eher ein schlurfen als ein laufen, die Füße und Beine – sie klebten wie Blei am Boden. Fast wortlos tauschte ich mit Martin die Getränkeflaschen, nahm die restlichen Gels entgegen. Setzte mich kurz auf einen Stuhl den Martin vor mich hinstellte.
Lief ich weiter? Ja, eigentlich nein. Ich ging weiter. Martin wollte jetzt vorausfahren und dann auf den Brocken wandern, um mich im Ziel in Empfang zu nehmen.
Ich war klar im Kopf, auch gar nicht erschöpft, oder sonderlich müde – nur unfassbar langsam!
Das kann es doch nicht sein! Dehnen. Strecken. Schreien! Nichts half.
Ich nahm mein Telefon. Ich rief Martin an. Ich glaube, er war nicht überrascht. Ich sagte: ich komme nur noch nach Oderbrück. Doch Martin antwortete: Ich komme dir entgegen, wir treffen uns in Königskrug. Für diese Entscheidung bin ich ihm sehr dankbar. Denn die paar Kilometer bis zum Ausstieg in Königskrug fühlten sich grausam an. „Schmerz vergeht, Aufgeben nie“ – oh man, was habe ich gemacht. Ein großer Kloß steckte in meinem Hals.
Dennoch fühlte sich meine Entscheidung nicht falsch an, denn meine Beine waren weiterhin völlig kraftlos.
Ausgestiegen, abgebrochen – nach 69 km!
Fazit:
Sub 8 ist ambitioniert, das war klar. In der Analyse haben wir festgestellt, dass ich im ersten Streckenabschnitt wohl die leichten Bergabpassagen deutlich zu schnell lief und dadurch schon wichtige Energiereserven in den Beinen aufgebraucht hatte.
Aber mein erster DNF hat mich vielleicht auch ein wenig geerdet, ich wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Es ist eben nicht alles möglich was man will. Mind over body – ja, aber es gibt Grenzen. Das wurde mir heute klar. Und das ist eine wichtige Erkenntnis. Und deshalb ist es im Nachhinein auch ok so, so wie es abgelaufen ist.
Es ist ein Glück, dass mir das im Harz passiert ist – hier kann ich doch problemlos Revanche üben.
Und das werde ich auch machen!
- Krähen-Cross des „HSV“ (Holtorfer Sportvereinigung)
- 39. Vor-Silvester-Lauf in Uenzen
- Syker-Weyher-Cross-Serie 2023 – das Finale am dritten Advent
- 86. Waldkater Cross
- Hansa-Cross – bei „bestem“ Cross-Wetter
- 85. Friedeholz Crosslauf / 1. Lauf der Syker-Weyher-Cross-Serie
- Oldenburg Marathon am 15. Oktober 2023 - Theoretische Zielzeit? Tatsächliche Zielzeit? Frust? Zufriedenheit? Bestleistung? Graupelschauer? Sonnenschein? Viele Zuschauer? Leerer Zielkanal? Taktikwechsel während des Rennens?
- 6. Rodewalder Eulenlauf
- 18. swb-Marathon / Mein 1. Marathon
- 1. Kleeblattultra-100Meilen-Lauf in Schwarme




