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von Kerstin
Die Organisatoren hatte bei der dritten Auflage zum dritten Mal in Folge fast (hoch-) sommerliches Laufwetter aufzubieten, so dass zu den bereits zahlreichen Voranmeldungen noch so einiges an kurzentschlossenen Nachmeldern hinzukam.
Als erster TSV-Athlet ging Dominik beim Löwenlauf über 900m an den Start und war im Sauseschritt bereits nach 3:44 Minuten wieder zurück und errang damit Platz 2 in einem Feld von 12 Kindern – super gemacht, Dominik!
Um 12:15 Uhr gingen dann die 174 StarterInnen auf den 5km-Rundkurs – erwartungsgemäß lief Jonas als erster Schwarmer Athlet nach 19:28 Minuten in den Zielkanal ein, im Gesamtfeld mit fünf Sekunden Rückstand auf den vor ihm Laufenden, landete er auf dem undankbaren vierten Gesamtplatz – aber gewann mit knapp 1 Minute Vorsprung souverän seine Altersklasse (U20).
Als nächster AK-Sieger (M40) kam Sven nach 22:42 Minuten ins Ziel, gefolgt von Melwin (25:40 Minuten und damit Dritter seiner AK), der Papa Albrecht knapp hinter sich ließ (25:58 Minuten, Fünfter AK M45).
Christof und Anke zeigten, dass sie ihren Lebensweg nicht nur gemeinsam gehen, sondern auch laufend bewältigen und kamen nach 27:14 Minuten gemeinsam ins Zeil – Christof kam beim erst zweiten Lauf / ersten Wettkampf nach der Verletzung auf den vierten Platz in der AK M60, Anke gelang der Sprung aufs Podium: Platz drei in der AK W45 – ebenfalls in dieser Altersklasse belegte Katja mit 28:24 Minuten Platz sechs!
Anschließend gingen 115 StarterInnen auf die 10km-Strecke, darunter drei vom TSV Schwarme: als Erste zurück war Kerstin nach 47:25 Minuten, was zum dritten Platz in der Gesamtwertung und dem AK-Sieg in der W50-Wertung reichte. Anton schaffte die Strecke in 50:26 Minuten, was ihm den dritten Platz in der AK M65 bescherte und schließlich war Michael nach 52:55 Minuten eingelaufen und sicherte sich damit den zweiten Platz in der AK M70!
Nach dem Lauf verweilten wir noch im Garten des Erbhofes, genossen das Ambiente, stärkten uns vom reichhaltigen Speisen- und Getränkeangebot, bevor wir uns dann nach der Siegerehrung auf den Heimweg machten, um den schönen Sonnen-Sonntag ausklingen zu lassen.
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von Celia
Nachdem ich letztes Jahr an dem Halbmarathon in Oldenburg teilgenommen hatte, sollte es dieses Jahr nun Bremen sein. Erfreulicherweise stellte ich fest, dass sich mehrere Sportler aus unserem Verein dort angemeldet hatten, sodass wir dann am 7.10.2018 um 11:30 Uhr bei bestem Wetter gemeinsam starteten. Da meine Vorbereitung, aufgrund von Sudienfahrt und ähnliches, zum Ende hin eher dürftig ausfiel, war ich vor dem Lauf nicht sonderlich optimistisch. Dennoch legten mein Vater und ich mit einem guten Tempo los, damit wir mindestens ein Zeit unter 1:49 erreichen konnten.

Dank der Unterstützung von Familienmitgliedern und Vereinsgenossen wie Sigrid, Bärbel, Martin und Jörg und der insgesamt hervorragenden Stimmung an der Strecke, gelang uns dies letztendlich mit einer Zeit von 1:44:59. So hatte ich nicht nur mein Ziel erreicht, sondern auch den 1. Platz in meiner AK. Doch nicht nur ich konnte mit meinem Ergebnis vollkommen zufrieden sein. Auch Jonas belegte den 1. Platz in seiner AK mit einer unglaublichen Zeit von 1:30:39 und das bei seinem ersten Halbmarathon. Zudem waren Kerstin (1:43:10), Daniela (1:45:55), Hermann (1:44:08) und Michael (1:55:33) mit ihren super Leistungen sehr erfolgreich.
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von Thorsten
Freitagmorgen ging mein Zug nach Wien. Durch den kurzfristigen Fahrkartenkauf war eine Sitzplatzreservierung nicht mehr möglich. Der parallel fahrende ICE nach Süden war ausgefallen. Durch Streiks am Paderborner Airport wurden ganze Flugzeugladungen ab Kassel zusätzlich noch in den völlig überfüllten Zug gequetscht. Doch ich war tiefenentspannt! Vorfreude und Aufregung vor dem morgigen Tag herrschte vor.

Was wollte ich in Wien?
Meine Sportsaison war eigentlich am 1. September beendet. Ein paar Tage fast ohne Training bevor Anfang Oktober wieder die Vorbereitung fürs nächste Jahr losgehen sollte.
Am 1. September fand auch der Ultra Trail du Mont Blanc statt. Was für die Triathleten der Ironman auf Hawaii ist für die Trailrunner der UTMB - die inoffizielle Weltmeisterschaft und der Traum vieler Langstreckenläufer. Ähnlich wie für Hawaii müssen auch für den UTMB Qualifikationswettkämpfe bestritten werden, um überhaupt in den Lostopf für einen Startplatz zu kommen.
Es war ja gerade Trainingspause und so habe ich ein wenig länger im Internet gesurft. Und habe auch wirklich eher zufällig entdeckt, dass es noch einen Lauf (in erreichbarer Nähe) gab, wo Qualifikationspunkte vergeben wurden. Und das Entscheidende, - es gab noch freie Startplätze. Der Wienerwald Ultra Trail, vor den Toren Wiens. Ab Hannover in direkter ICE Verbindung erreichbar – nur ohne Sitzplatzreservierung.
Runde 1 (55 km)
Sonnabend: 4 Uhr aufstehen. 6 Uhr im Startbereich. Um 7 Uhr fiel der Startschuss!
Auf ging es mit ca. 200 Läufern auf die erste 55 km Runde. Ein steiler und langgezogener Anstieg – kein Problem. Danach wieder runter und rauf. Ich war gut unterwegs. Einige Forstwege, aber auch zugewucherte Singletrails, direkt durchs Unterholz, mitten über eine Schwarzwildkirrung.
Doch bereits ab Kilometer 20 merkte ich, dass das wellige Profil viel Kraft kostete und zwar besonders die bergab Passagen! Hoch hatte ich keine Probleme, nur runter. Das hatte auch zur Folge, dass ich permanent alleine lief, weil ich, wenn es runter ging, nicht mehr mithalten konnte.
Beim zweiten (!) Verpflegungspunkt bei Kilometer 36 waren meine Beine bereits sehr kraftlos.
Die Strecke wurde für mich danach noch anspruchsvoller. Noch steilere und sehr lange Abstiege! Senkrecht nach unten führende Rückegassen. Durch meine vorsichtigen und langsamen Schritte bergab kam ich einfach nicht vorwärts. Und nochmals ca. 400 hm runter zum Start/Zielbereich!
Insgesamt bin ich auf dieser 55 km Runde 1.600 Meter hoch (das war nicht das Problem) aber auch 1.600 Meter wieder runter gelaufen (das war das Problem!).
Für die erste Runde habe ich 6,5 Stunden gebraucht. Es war jetzt 13.30 Uhr. Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen im Start/Ziel Bereich.
Runde 2 (nochmal 55 km)
Was sollte ich jetzt machen? Ich war leicht irritiert. So schwer hatte ich mir die erste Runde nicht vorgestellt. Viel gelaufen bin ich beim letzten Abstieg nicht mehr. Die Knie waren weich wie Pudding. Aber ich war nicht angereist, um es bei einer Runde zu belassen! Das Wetter war ja (noch) herrlich sonnig.
Trotzdem kramte ich aus meinem Dropbag nicht das lange Laufshirt, sondern vorsichtshalber gleich ein langarmiges Unterziehshirt, die Laufjacke, eine Mütze sowie weitere Energiegels heraus. Wie sich später noch herausstellen sollte, war das eine wichtige Entscheidung.
Nach einer kurzen Pause bin ich um kurz vor 14 Uhr zu meiner zweiten Runde (wieder 55 km) aufgebrochen. Ich hatte weiterhin ein mulmiges Gefühl. Dass die zweite Runde deutlich länger dauern würde, als die erste war mir bewusst, doch nicht wie lange. Zunächst wieder der lange Anstieg (450 hm). Die Beine waren schwer, aber meine Fortbewegung sah noch nach Laufen aus.
Und dann wurde es dunkel! Und ohne Sonne wurde es auch merklich kühler. Ich zog das lange Unterhemd und die Jacke an. Beim Heraussuchen der Stirnlampe wurde ich von einem Läufer überholt. Mittlerweile war ich 3 Stunden alleine unterwegs und es sollten bis zum nächsten Verpflegungspunkt noch zwei weitere einsame Stunden bei völliger Dunkelheit werden.
Jetzt kamen noch weitere „Komponenten“ hinzu. Ich durfte mich nicht verlaufen. Wir waren im Wald unterwegs. Unzählige Kreuzungen und Rückegassen, Pfade die genauso gut ein Wildwechsel als ein Trail sein konnten. Und kein Licht von niemanden zu sehen. Navigation? Ich hatte eine PULSUHR OHNE Kartenfunktion (wie ich später feststellte, hatte so ziemlich JEDER eine GPS Gerät – zumindest im Rucksack dabei). Der Weg war lediglich an Kreuzungen und Gabelungen durch gelbe Sprühpunkte gekennzeichnet und in den Ästen hingen (bei den Abzweigungen) noch Schnipsel von Trassierband. Also, volle Aufmerksamkeit. Das hat zumindest funktioniert!
Auf meiner ersten Runde hatte ich den Verpflegungspunkt 2 nach 2 Stunden und 15 Minuten erreicht. Auf meiner zweiten Runde war ich nach 5 Stunden und 35 Minuten dort! 92 Kilometer und 12,5 Stunden war ich bereits unterwegs.
Und jetzt kam die Kälte!!! Selbst für die Helfer war es überraschend kalt. War es tagsüber noch sommerlich warm, sank jetzt die Temperatur auf ca. 3 °C. Die Helfer froren selber ziemlich. Es gab weder Decken noch heißen Tee. Ausruhen war also gar nicht möglich. Ich war (trotz langsamer Geschwindigkeit) völlig nassgeschwitzt. Nach ein paar Minuten Pause zitterte ich am ganzen Körper.
An dem Verpflegungspunkt traf ich dann einen weiteren Athleten und wir sind gemeinsam ca. 10 km gelaufen. Nachts mitten im Wald – durchs Unterholz nur mit der Stirnlampe. Das war schon ein „Abenteuer“. Aber meine „Bergabprobleme“ waren weiterhin da. Ich wollte mithalten, konnte aber nicht!
Der letzte Verpflegungspunkt: Nur noch 11 km bis zum Ziel. Vermeintlich nahe, aber, es lag ja noch der Abstieg vor mir.
Ganz langsam, es ging ja nur noch darum zu finishen – oder?. Leider nein. Ohne Energiereserven, nassgeschwitzt, bekleidet mit einem Funktionsshirt, einer Laufjacke und kurzer Hose bleibt man nur warm, wenn man in Bewegung ist. Meine „Kampfgeschwindigkeit“ war zu gering! Also mit letzten Kräften einen Rhythmus finden, der mich wohlbehalten ins Ziel bringt! Nach weiteren 2 Stunden und 10 Minuten(!) hatte ich auch die letzten 11 km bezwungen.
Um 23.35 Uhr habe ich die Ziellinie überschritten! Meine Pulsuhr zeigte: 117 km; 16:34:01 Stunden; 3.200 Höhenmeter (und auch runter!). Runde 1: 6,5 Stunden; Runde 2: 10 Stunden!
Mit mir haben noch weitere 50 Läufer die zweite Runde absolviert und 15 von denen sind sogar noch eine dritte Runde (= 100 Meilen) gelaufen.
Die Zieleinlaufzeiten lagen bei den zwei Runden zwischen 11:44:36 Stunden und 22:18:37 Stunden.
Fazit
Trotz der geschilderten Herausforderungen war der Lauf ein Erlebnis. Ich habe sehr viel daraus gelernt.
Dennoch dürfen solche „Unternehmungen“ nicht spontan erfolgen. Das Besondere z.B. an meinem Ironman war, dass der Wettkampf letztendlich nur der krönende Anschluss des gesamten Projektes war. Die Vorbereitungsphase gehört dazu und das hat das „Besondere“ ausgemacht.
Der Wienerwald Ultra Trail hätte es verdient ein Saison –Highlight zu sein und keine Aktion in „geheimer“ Mission. Der UTMB ist (noch) kein sportliches Ziel für mich, er ist eine Nummer zu groß – diese Klarheit hat mir der Wienerwald Ultra Trail gegeben.
Die Rückfahrt im ICE (mit Sitzplatzreservierung) war wunderbar entspannend. Ich konnte die Füße ausstrecken, gut schlafen und viel lesen.

Das Höhenprofil
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von Michael
Nach ewigen Wochen heißen Wetters konnte man bei windstillen 11-13 Grad endlich mal ohne Überhitzen Gas beim Brokser Volkslauf geben. Das taten die „angereisten“ TSV-Schwarmer auch.


Daniela gab sich mit den 20km mitsamt ihrem Bruder die härteste Strecke, was jedoch auch belohnt wurde: mit schlappen 1:41:44 zog sie den beiden anderen Konkurrentinnen davon und bekam dafür völlig zu Recht den goldenen Pokal!
Thorsten lieferte sich mit Martin Bramkamp aus Weyhe einen Fight um Platz 3 und belohnte sich am Ende mit 11 Sekunden Vorsprung mit einer Superzeit von 01:18:44., nur die 10 Jahre jüngeren Athleten waren 4 Minuten schneller.

Ebenso altersgemäß waren die 3 Männers beim 10km-Lauf eingetrudelt – Jonas mit Platz 7 (von insgesamt 30 Männlein) mit 42:01 min-offensichtlich mit Verbesserungspotential- er war nicht ganz zufrieden. Michael mit 46:44 min dahinter (dabei trotz Unterschreitens der offiziellen 10km mit persönlicher Bestzeit auf diese Distanz) und Erik mit 56:11 Minuten.
Nicht weit davon Simone mit Unterschreiten von 1 Stunde Laufzeit – ebenfalls persönlicher Rekord mit 59 Minuten. Aber auch bei der 10km Distanz glänzte am Ende eine Schwarmer Frau – Kerstin Klasen hatte sich hübsch mit gleichmäßigen leisen Atem- und Schrittgeräuschen an mir vorbeigepirscht und zog nicht nur mir davon, sie finishte mit 3 Minuten Abstand als erste von 14 Frauen auf dieser Distanz bei einer Zeit von 46:41 und belohnte sich somit für ihre trainingsintensive Saison durch eine sehenswerte Powerleistung.

Vielen Dank übrigens noch an die motivierende Fan-Meile, aus Martin uund Familie bestehend, mit lautstarker Unterstützung. die wohl auch noch einige Fotos in petto hat.
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von Thorsten
Mittwochabend um 16.45 Uhr war der Start im Stadion des TSV Jahn Walsrode.
Fast 500 Starter liefen bei herrlich warmem Spätsommerwetter die verschiedenen Strecken.
Daniela und ich nahmen die „Langstrecke“ mit 10,5 km in Angriff. Auf dem welligen Waldlauf- Parcours führte der Weg über „Stock und Stein“ und so manchem Sandabschnitt. Teilweise wurde ordentlich Staub aufgewirbelt.
Ich lieferte mir mit Daniel Diekmann bis Kilometer 8 einen sportlichen Fight – dann musste ich ihn allerdings ziehen lassen. Alle anderen Läufer konnte ich hinter mir lassen, sodass ich als gesamt Zweiter ins Ziel kam.
Kurze Zeit später konnte ich bestaunen wie Daniela ihre Schlussrunde auf der Aschebahn des Stadions drehte. Mit einem ganz lockeren Schritt, mit hoher Frequenz, hohen Knien und Fersen bis zum Hintern flog sie regelrecht die letzten Meter bis ins Ziel. Das sah noch sehr frisch aus! Überlegen sicherte sie sich so den Sieg in der Frauenkonkurrenz.
Bei bestem Wetter haben wir mit Pommes, Bratwurst und kaltem Bier dann auf die Siegerehrung gewartet. Ein sehr schöner Mittwochabend.

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von Michael
Nachdem mein Sohnemann Dominik dieses Jahr erst im TSV-Schwarme mit Training begonnen hatte, bot sich uns beiden recht spontan beim Fun and Run in Schwarme trotz Charity-Priorität die Gelegenheit, unser beider Laufen zeitlich mal festzuhalten, und sich gegenseitig anzufeuern. Dabei stießen wir auch auf den ein oder anderen hochmotivierten Vereinskameraden. Ich denke, wir alle vom TSV Schwarme konnten mit unseren Zeiten zufriefen sein: Dominik machte als einziger Teilnehmer vom TSV-Schwarme Lauf und mehreren Tri-Team-Mitstreitern beim 1km in der Altersklasse M08 mal so eben den 1. Platz mit einer Super-Zeit von 04:41min. Das war sein erster Sieg bei einem "offiziellen" Lauf. Prima, damit war nicht nur er, sondern auch ich sehr zufrieden:). Max Wolfemann startete bei den 2,5km, und konnte den 2.besten Platz mit 10:52min erringen!
Ach ja, Jonas Hillmann-Apmann konnte scheinbar dieses Jahr nach den Tris auch nicht genug bekommen und glänzte mit schlappen 19:19min auf den 5km als 3. , dicht gefolgt von Sven Jähnichen auf dem 5. Platz mit einer Zeit von 22:10min. Respekt!
Ich hingegen ließ mich auf diese Sprintereien-Zeiten noch nicht ein und lief lieber die 10km, immerhin mit 50:08 min auf Rang 7. Aber auch bei dieser 10km-Distanz konnte sich ein TSV-Schwarme-Mitglied mal so eben auf Platz 1 behaupten, der sonst wohl eher das Fußball-Leder im TSV verfolgt und auch hier den 1. Platz in unserem Trikot belegte: Niklas Leder mit 44:18min. Glückwunsch! Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht.
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von Thorsten
Als ich im Sommer hörte , dass in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im Berglauf nicht im Süden der Republik , sondern im Harz ausgetragen werden, habe ich mich entschlossen, dies als einen Saisonhöhepunkt zu betrachten und zielgerichtet darauf zu trainieren. In enger Abstimmung mit Martin wurde laufend der Trainingsplan aktualisiert. Mir war schon klar, dass ich als Flachländer schon extreme Nachteile haben werde – wo gibt’s denn hier bei uns bloß Berge? In der Vorbereitungsphase bin ich einmal in den Harz gefahren und der Sommerurlaub wurde als „Trainingslager“ in den Alpen umfunktioniert. Aber die täglichen Einheiten fanden hier zuhause statt.
In der Regel bestand die Vorbereitung aus sechs Trainingseinheiten in der Woche (2 x Laufen, 1x Schwimmen, 1 x Radfahren, 1 x Koppeltraining – oder einem Triathlonwettkampf am Wochenende).
Grundsätzlich war ich fit und fühlte mich gut vorbereitet. In Gedanken sah ich schon eine gute Platzierung vor mir. Der Blick auf die Anmeldeliste ein paar Tage vor dem Start der Meisterschaften zeigte mir jedoch, dass es kein kleiner Kreis von „verrückten“ Trailrunnern war, die an diesem Berglauf teilnahmen. Über 350 Sportler hatten sich angemeldet. Und, wie schon vermutet (oder befürchtet) überwiegend von Vereinen aus „Bergregionen“. Wo werde ich mich wohl einordnen können?
Am Wettkampftag habe ich morgens um 6 Uhr Martin abgeholt und wir sind zusammen nach Ilsenburg gefahren. Das Wetter war sonnig und schön. Gleichzeitig mit der Deutschen Meisterschaft fand auch der Brockenlauf statt. Beim Brockenlauf (der älteste Berglauf Deutschlands) laufen die Teilnehmer über den Brocken und wieder zurück nach Ilsenburg. Für uns war der Brockengipfel das Ziel. 11,7 km nur bergauf, 890 Höhenmeter galt es zu bezwingen.
Wir sind pünktlich in Ilsenburg angekommen. Martin drehte mit seinem MTB eine Runde im Harz und wollte mich im Ziel anfeuern. Ich begann mich langsam warm zu laufen. Und dann? Ich glaube mein Mund öffnete sich zwischenzeitlich vor lauter Staunen. Viele Athleten „flogen“ schon beim Warmmachen nur so die Steigungen im Ort hinauf. Das sah irgendwie anders aus als erwartet. Solch eine Dynamik und Schnelligkeit hatte aus dieser Nähe noch nicht bestaunen können.
Kurz vor dem Start um 9.30 Uhr reiten wir uns auf. Ich war auf den Wettkampf fokussiert, habe mir noch ein letztes Mal vor Augen geführt, was ich mir vorgenommen hatte. Mein Erstaunen über die Konkurrenz konnte ich ausblenden. Was hatte ich mir vorgenommen?
Ich wollte bei dem Lauf mein Bestes geben und um jede Platzierung kämpfen – egal, wo ich mich im Feld befand.
Der Startschuss. Überraschungen? (Leider) Nein! Der Großteil der Athleten ist mit einem unglaublichen Tempo losgelaufen. Ca. 3,5 km ging es über Kopfsteinpflaster in den Harz hinein. Während dieser Strecke hat sich das Feld schon gut sortiert. Als es dann auf die technischen Single-Trails ging war kaum noch Gedränge. Ich hatte meine Pulsuhr im Blick und machte Druck, sodass mein Puls immer im Wettkampfbereich blieb. Auf diesen technisch anspruchsvollen Passagen konnte ich jetzt sogar noch ein paar Plätze gut machen. Zwischenzeitlich dann wieder ein Forstweg. Abschließend kam DIE MÖRDERPASSAGE. 20 % Steigung kurz vorm Brockengipfel (s. Foto). Untergrund: die Betonplatten des Kolonnenweges. Überholen fand hier kaum noch statt. Jeder versuchte nur irgendwie das Brennen seiner Oberschenkel zu ignorieren!
Nach 1:06 Stunde war ich im Ziel! Gesamtplatz 100. Das klang zwar zunächst etwas ernüchternd, aber zum Glück hatte ich die Aufzeichnung meiner Pulsuhr und die zeigte mir: maximale Pulswerte, vom ersten bis zum letzten Kilometer. Außerdem bin ich selbst das letzte steile Stück noch relativ kraftvoll gelaufen. Für mich war das ein guter Wettkampf – ohne die intensive Vorbereitung wäre es sicherlich anders gelaufen. Dass bei einer DEUTSCHEN MEISTERSCHAFT nun auch tatsächlich die Besten aus Deutschland starten – war mir jetzt auch klar.
Nach dem Wettkampf habe ich noch ein paar Topplatzierte gegoogelt. Siegerin bei den Damen ist z.B. Lisa Oed geworden – aktuell die beste europäische Juniorin beim 3.000 m Hindernislauf. Sie ist übrigens in 58 min den Brocken hochgesprintet (5 min/km). Die besten vier Männer waren alle unter 52 min auf dem Gipfel. Das ist eine Pace von weniger als 4:30 min/km!
Fazit: Ich habe mich nicht irritieren lassen und bin mein Rennen gelaufen. Ich bin kraftvoll und dynamsich in meinem Leistungsbereich den Brocken hoch gekommen. Und konnte oben dann sogar noch einen guten „Weitblick“ genießen. Nach einer kurzen Kaffespause gings laufend -neben den Teilnehmern des Brockenlaufes- wieder zurück nach Ilsenburg.
Auf dem Marktplatz habe ich mit Martin noch eine Bratwurst gegessen, geduscht und dann ging es wieder mit dem Auto Richtung Heimat.
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von Thorsten
Über 800 Extrembergläufer aus 35 verschiedenen Nationen standen beim Südtirol Ultra Skyrace 2018 im Rampenlicht. Auf der 121 Kilometer langen Originalstrecke mit 7.554 Höhenmetern erreichten 127 Athletinnen und Athleten das Ziel. Ich hatte mich mit weiteren 220 Startern zur Marathondistanz (42,2 km) mit 2.863 Höhenmetern angemeldet.
Morgens um 7.30 Uhr war der Startschuss in Bozen (264 m üNN). Zielschluss 12 Stunden später um 19.30 Uhr. In den Tallagen sollte die Temperatur auf über 30°C steigen. Auch morgens war es schon sehr warm. Auf der Strecke gab es lediglich drei Verpflegungspunkte. Neben der vorgeschriebenen Ausrüstung (Handschuhe, Mütze, wind- und wasserdichte Jacke, lange Hose, Pullover, Rettungsdecke, Signalpfeife, Verbandsmaterial) galt es also ausreichend Flüssigkeit und Nahrungsmittel mitzunehmen.
In meine Laufweste passen zwei faltbare Trinkflaschen, die sollten gerade reichen. Als ich die vorm Start auffüllte und verstaute, wurde ich auf der rechten Körperseite angenehm gekühlt – doch warum? Leider hatte die eine Flasche im unteren Drittel ein Loch! Ersatzbeschaffung nicht mehr möglich.
Naja, nun musste ich den Kühleffekt zu meinem Vorteil nutzen. Es ging los – zunächst auf Asphaltstraßen bergauf. In Trippelschritten, hohe Frequenz, aber wenig Raumgewinn versuchte ich möglichst lange zu laufen. Aber relativ schnell wurde es steiler, so dass letztendlich alle gehen mussten. Besonders hilfreich sind dabei gute Stöcke.
Nach 1.15 Stunde war ich beim ersten Verpflegungspunkt - mein reduzierter Wasservorrat hatte ausgereicht. Es war bis jetzt zwar eine extrem schweißtreibende Angelegenheit, jedoch wurde es aufgrund der zunehmenden Höhe nicht heißer. Bisher hatte ich 7,8 km und 955 Höhenmeter zurückgelegt!
Weiter ging es. Jetzt wieder mit ein paar wenigen Phasen wo es möglich war zu laufen – aber permanent bergauf. Die „letzten“ ca. 8 km bis zum Rittner Horn waren erneut zu steil zum Laufen. An der Verpflegungsstelle Rittner Horn hatte ich 21 km und schon über 2.000 Höhenmeter absolviert. Ich war exakt 3 Stunden unterwegs.
Erstmal ordentlich Essen (Gurken mit viel Salz, Salzbrezeln, Obst, Nüsse und Trockenfrüchte) und viel trinken! Zwischendurch hatte ich in regelmäßigen Abständen bereits 5 „süße“ Energiegels zu mir genommen.
Landschaftlich war es traumhaft. In allen Richtungen konnte man schauen.
Weiter ging‘s in herrlicher Natur. Jetzt wieder einige Passagen, die laufend bewältigt werden konnten. Dann kam jedoch erneut ein sehr langer Anstieg auf die Sarner Scharte und den Villanderer Berg - mit 2.505 m üNN der höchste Punkt des Marathons. Die Aus- und Fernblicke waren super. Ich hatte Spaß an dem Wettbewerb – obwohl es mittlerweile schon herausfordernd war!
Vom Villanderer Berg liefen wir jetzt zum ersten Mal sogar wieder ein Stück bergab bis zu Totenkirchl, dem letzten Verpflegungspunkt. Eigentlich hatte ich mich auf das letzte Stück des Marathons ab Totenkirchl (10 km bergab!) gefreut – nach dem langen Anstieg merkte ich jetzt jedoch, wie schwierig es war wieder zu laufen – auch wenn es bergab geht. Ziemlich schwerfällig und etwas unschlüssig kam ich nach 4.45 Stunden am Totenkirchl (2.186 m üNN) an. Wieder ausgiebig verpflegen – viel Salz!! Mein zehntes Energiegel.
32 km der Strecke hatte ich bezwungen. Ab jetzt ging es bis zum Ziel nur noch bergab – 1.200 hm bis zum Zielort Sarntheim. Was passiert jetzt? Werden die vermeintlich leichten 10 Restkilometer zur Qual? Keine 100 m nach dem Weiterlaufen kamen Wadenkrämpfe! Jedoch nur sehr kurz, dann schien sich meine ausreichende Salzaufnahme ein paar Minuten vorher auszuzahlen und die Krämpfe waren wieder weg. Was machen die Knie? Spielen die Oberschenkel mit? Ich war mir unsicher was kommen wird. Aber es ging gut. Zunächst noch etwas verhalten auf den breiten Forstwegen, wurde ich immer schneller je steiler und technisch anspruchsvoller das Gelände wurde.
Sprechen viele bei einem „normalen“ Marathon vom „Mann mit dem Hammer“ der ab Kilometer 37 kommt (ich habe bei früheren Läufen auch schon sehr intensive Erlebnisse mit dem Herren gehabt) fing bei mir der Spaß erst richtig an. Herrlich! Ich bin die letzten 5 km regelrecht geflogen. Vollgas. Es war klasse. Es ging gut – ein rasanter Downhill, so wie man sich ihn wünscht.
Nach 5.50 Stunden habe ich das Ziel in Sarntheim erreicht. Sehr zufrieden mit meiner Leistung. (Platz 30 von 220 Starter und Platz 7 in meiner Altersklasse).
Natürlich war es eine anstrengende Tour, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt einen physischen oder psychischen Tiefpunkt. Das tolle Wetter (sicherlich ein nicht zu unterschätzender Aspekt) und die wirklich besonders schönen Sarntaler Alpen und die gut zu laufenden letzten Kilometer verursachten bei mir eher ein „Hochgefühl“ als einen Erschöpfungszustand. Diese Zufriedenheit mit dem Erreichten hielt an und keinerlei Knieschmerzen oder sonstige Beschwerden stellten sich im Nachhinein ein.
Fazit: Der Spirit bei einer solchen „extremen“ Veranstaltung, verbunden mit der tollen Natur ist schon sehr prägend. Die Organisation ist perfekt. Ich hätte mir mehr Abschnitte gewünscht, in denen das Laufen möglich gewesen wäre. Schön ist es allerdings, wenn es am Ende bergab geht und nicht noch ein finaler Berg bezwungen werden muss (das hatte ich in diesem Jahr auch schon).

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von Thorsten
Die Rückbank meines Kombis umgeklappt. Isomatte, Schlafsack Kopfkissen hinein. Weiteres Equipment:
Gaskocher, Wasserkessel, löslicher Kaffee, Kanister mit Wasser, drei Scheiben Toast, Butter und Marmelade, Zahnbürste. Und: Laufklamotten.
Nachdem Toni Kroos für die Deutsche Fußball Nationalmannschaft in der fünften Minute der Nachspielzeit den 2:1 Siegtreffer gegen die Schweden erzielt hat, habe ich mich ins Auto gesetzt und bin nach Ilsenburg am Harz gefahren (Ankunft: kurz nach Mitternacht).
Mehr oder weniger „gut“ auf der o.g. Isomatte im Auto genächtigt. 6.30 Uhr. Wasser kochen, Kaffee trinken, Toast essen, Zähneputzen und los.
15 km „Berglauftraining“ von Ilsenburg auf den Brocken und natürlich auch wieder zurück. Mit einer kleinen Abkürzung waren es bergab ca. 11,5 km. 2 ¾ Stunden Laufen in herrlicher Natur. Bei dem bedeckten und kühlen Wetter (auf dem Brocken nahe dem Gefrierpunkt) bin ich auf meiner Tour lediglich drei weiteren Menschen begegnet.
Pünktlich zum Mittagessen war ich dann wieder in Martfeld.
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von Thorsten
Der Start für den 10 km Hauptlauf war um 20.15 Uhr. Der Himmel war mit Wolken bedeckt. Es schienen beste Laufbedingungen zu sein. Beim Laufen wurde dann aber doch schnell klar, dass die Temperaturen weiterhin hoch waren und absolut kein Wind herrschte – so wurde der Lauf quälender als ursprünglich gedacht.
Nach flotten ersten 2 km, bei denen ich mich noch an die Fersen von Arne Reuter, Triathlet des SC Weyhe und der späteren Frauensiegerin Lena Sommer heften konnte, musste ich Tempo rausnehmen. Die ersten drei Männer waren da schon weiter voraus. Zum Ende musste ich dann doch noch einen TriWolf von LC Hansa Stuhr vorbei lassen, sodass es bei mir ein sechster Platz wurde. Mit 38:54 min auf der vermessen 10 km Strecke kann ich noch zufrieden sein.
Meine Schwester Daniela wollte aufgrund weniger Laufeinheiten im Vorfeld eigentlich nur die 5 km absolvieren. Da ich jedoch fürs „Abholen“ zuständig war und etwas (zu) spät dran war, musste sie den späteren 10 km Hauptlauf machen. Daniela hatte ebenfalls mit dem „schwülwarmen“ Wetter zu kämpfen. Sie hat auf den letzten Metern aber noch ordentlich Endspurtqualitäten gezeigt. Gesamtrang 10 bei den Frauen ist eine gute Platzierung.
Nach dem Lauf wurde es dann aber schnell kühler.
- „Die härteste Hindernislauf-Serie Deutschlands www.lakerun.de“ - Die Mud-Edition in Wulsbüttel am 10.06.2018
- Herausforderung angenommen und bewältigt!
- Sechsmal Podium bei sieben Startern
- Sottrumer Abendlauf am 4. Mai 2018 - Tolles Wetter, Super Stimmung
- I Run in Achim am 06.05 18
- Der 22. Martfelder Mühlenlauf - und doch mein erster!
- 28. Liebenauer Volkslauf
- LM 10km Straße in Uelzen – Hätte besser laufen können…
- Springe-Deister-Marathon am 17. März 2018
- Gute Medienpräsenz unserer Athleten




